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floconnes 2010

eine Klanginstallation von Lilian Beidler + île flottante | Nica Giuliani & Andrea Gsell

Photomontage: Nica Giuliani

Die Klanginstallation "floconnes" schafft während der Museumsnacht einen poetischen Klangraum, der das Publikum auf dem Weg zur Fondation Beyeler und der aktuellen Ausstellung von Jenny Holzer empfängt, umgibt und einnimmt. Die Komposition besteht aus drei Ebenen, von denen die eine ein klangliches Schneetreiben in verschiedenen Wetterstimmungen simuliert. Jede Klangflocke steht für einen der rezipierten Bildpunkte der LED-Arbeiten Jenny Holzers. Je mehr Personen sich gleichzeitig in der Fondation und vor den Arnbeiten Jenny Holzers befinden, desto dichter ertönt das klangliche Schneetreieben im Aussenraum.


Die zweite Klangebene nimmt das Thema der Museumsnacht als Grossanlass auf und stellt diesen Event der Rezeption des Arbeitenes gegenüber. Stimm- und Klangfragmente der Konversation und Geräuschkulisse im Innern wehen immer wieder durch die Klangkomposition und übertönen für einige Momente die poetische Stimmung.


In der dritten Ebene sammelt sich der gefallene Schnee über den Abend hinweg in einer Klangdecke am Boden, verdichtet sich und beeinflusst so das Klangbild als Ganzes. Der Weg zur Fondation wird so über die Nacht hinweg akustisch eingeschneit.

"floconnes" ertönte während acht Stunden an der Museumsnacht im Park der Fondation Beyeler. Auf der Aufnahme sind zwei Ausschnitte zu hören: Der erste nach ca. drei Stunden Laufzeit und der zweite kurz vor Ende.

© Lilian Beidler 2016